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Februar 2012:
Posterpräsentation auf der SPIE-Konferenz in San Diego!

Uniklinik Düsseldorf

WZL RWTH Aachen

Graphisch-Interaktive Systeme

MUKNO - "Multi-Port-Knochenchirurgie am Beispiel der Otobasis"

DFG-Forschergruppe FOR 1585

Projektleiter: Universitätsprofessor Dr. med. Jörg Schipper

Dem Patientenwunsch entsprechend nach minimal traumatischen Operationsprozeduren mit prädiktierbaren Operationsrisiken, geringerer Morbidität sowie der Krankenkassen als Kostenträger mit dem Wunsch nach geringen Kosten und medicolegal nachvollziehbaren, objektiv dokumentierbaren Operationsmethoden soll im Rahmen dieses Forschungsprojektes die Durchführung gewebeschonender Operationsverfahren an der Otobasis untersucht werden. Für den Patienten könnte sich hierdurch der stationäre Aufenthalt mit einer schnelleren Reintegration in das berufliche und soziale Leben einschließlich weniger funktioneller Spätfolgen deutlich verkürzen mit nicht mehr sichtbaren kosmetischen Veränderungen. Durch das miniaturisierte Operationsfeld würde sich die Gefahr von Infektion ebenso deutlich reduzieren.

MUKNO

Zusätzlich soll für eine verbesserte ubiquitäre Reproduzierbarkeit der Operationsergebnisse eine vom Chirurg und dessen Tagesform weitestgehend unabhängige Operationsmethode entstehen, die dessen manipulatorische Fähigkeiten bzgl. einer hochpräzisen Umsetzung unterstützt und seine Fehler weitestgehend begrenzt. Hieraus resultiert gleichzeitig eine erhöhte Prädiktivität des Operationsergebnisses bzw. möglicher Komplikationen (maximal sollte eine Komplikationsrate von unter 0,5% angestrebt werden).
Bisher sind gewebeschonende Operationsverfahren an der Otobasis durch multianguläre Bohrkanäle nicht möglich. Der Chirurg legt stattdessen über ein Operationsfenster sämtliche Kollisionsstrukturen frei (explorative Chirurgie), welches jedoch wiederum eine erhöhte Morbidität impliziert. Kein Chirurg würde freihändig oder unterstützt durch die derzeitige medizinische Navigation „blind“ ein Loch in die Otobasis bohren (konfirmative Chirurgie), wohlwissend, dass sich innerhalb dieses Knochens vital wichtige Strukturen wie die Schlagader, der Gesichtsnerv oder das Gleichgewichts- und Hörorgan befinden. Aus der Betrachtung des Workflows ergeben sich verschiedene Fragestellung aus den Bereichen Medizin, Bilddatenakquirierung und –verarbeitung, sowie der Messtechnik.